Samstag, 21. November 2015

Wir reden Klartext … unsere Einstellung zum Gesundheitstrend

Heute gib es mal ein anderes Format, was wir bisher so noch nicht hatten. Wir möchten Euch gern unsere Meinung zum aktuellen Ernährungstrend mitteilen. Dieser überrollt einen ja quasi und geht natürlich ganz klar in die Richtung gesund. Man kommt an diesem Thema nicht mehr vorbei und macht sich so seine Gedanken ...
 

Wir weisen aber darauf hin, dass wir keine Ernährungswissenschaftler oder Mediziner sind. Der Artikel ist nicht dazu gedacht irgendwelche Ernährungsempfehlungen zu geben, das werden und wollen wir nicht. Wir sind ganz normale Menschen, die die Medien verfolgen, Literatur zu diesem Thema lesen und uns so eine Meinung bilden. Diese ist aber weder wissenschaftlicher noch medizinischer Natur. 

Gesunde Ernährung-Trend oder Dogmatismus?

Egal ob man auf instagram, youtube, Twitter oder facebook unterwegs ist, überall verfolgen einem Rezepte mit gesunden Zutaten, Ernährungstipps und Bilder von Chiasamen, Detoxtea oder anderen Superfoods. Essen gilt als Heilversprechen und man fühlt sich unsicher, wenn man sich nicht mit diesem Thema beschäftigt. Man kann diesem Trend nicht mehr entkommen. Täglich gibt es neue Studien oder Artikel darüber, was besonders gesund und was ungesund ist. Nahrungsmittel, die lange als gesund galten sind es auf einmal nicht mehr. 

Man kann wirklich von einem Ernährungsdschungel sprechen, es gibt Tausende Formen sich zu ernähren. Immer wieder hört man von Produkten aus ökologischem Anbau, Vegetarismus, Veganismus oder gar ayurvedischer Nahrungsaufnahme. Essen ist schon lange nicht mehr einfach nur Essen.

Prinzipiell finde ich, ist dies ein sehr positiver Trend, denn es ist einer der zu Gesundheit und Wohlbefinden aufruft. Es gibt schlimmere Trends … Plötzlich springen viele Menschen auf und stellen die Ernährung um, machen sich Gedanken um ihre Gesundheit und fangen an auf sich zu achten. Was ich auch toll finde, die Leute nehmen sich plötzlich Zeit zum Einkaufen.

Trotzdem muss man meiner Meinung nach aufpassen, dass man nicht ins Schwarz-Weiß-Denken verfällt. Es darf nicht dahin kommen, dass man in Bezug auf Ernährung nur noch in den Kategorien verboten oder supergesund denkt. Dazwischen liegt nämlich noch eine ganze Menge. Muss man bei jedem Stück Apfel erst mal recherchieren, weil man Angst hat, etwas falsch zu machen, wird die Nahrungsaufnahme schnell zu einem Job. Essen soll uns in erster Linie mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen und uns schmecken.

Auch sollte Ernährung nicht zur zweiten Religion werden beziehungsweise zum Streben nach Sinnhaftigkeit. Klar ist, dass der Mensch bei dem heutigen Überangebot an Nahrungsmitteln einfach überfordert ist. So wusste man früher, wo das Stück Fleisch oder die Eier herkommen, heute muss man sich auf die Hersteller verlassen und hoffen, dass sie einem „gute Lebensmittel“ verkaufen. Es ist die logische Konsequenz, dass Unsicherheit herrscht und diese führt zu einer intensivieren Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung.

Veganismus

Ein Trend, der die Tötung von Tieren reduziert, der gut für die Umwelt ist und die Gesundheit fördert … Das klingt so, als könne dieser nur positiv sein. Egal ob aus ethischen, moralischen, ökologischen oder gesundheitlichen Gründen, ist Veganismus eine gute Entscheidung. Also, was ist falsch daran Veganer zu werden, weil es alle anderen auch sind?

Ganz einfach, weil es viele einfach mitmachen, ohne sich darüber genau zu informieren. Das kann durchaus gefährlich sein. Es ist nicht unbedingt falsch deswegen. Aber ich finde das Motiv, einem Trend zu folgen, für eine lebenswichtige Entscheidung, nämlich die der Ernährungsform, nicht ganz ausreichend. Was passiert nach einigen Jahren mit einem Trend? Er verflüchtigt sich wieder. Natürlich kann man das nicht wirklich prognostizieren, aber ich bezweifle, dass alle lebenslang bei dieser Entscheidung bleiben werden. Was aber auch in Ordnung ist, denn am Ende sind es dann trotzdem weniger Fleischesser als vorher.


Man sollte aber auch den Vegetarismus nicht vergessen oder gar als wertlos ansehen. Warum die vegane Ernährung in allen oben genannten Gesichtspunkten effektiver ist, ist uns sicher allen bekannt. Trotzdem ist die Entscheidung vegetarisch zu leben ein Einschnitt und verlangt unseren größten Respekt. Ich habe das Gefühl, seitdem der Veganismus auf dem Vormarsch ist, werden die Vegetarier etwas in die Ecke gedrängt. Ebenso lobenswert finde ich die Menschen, die einfach weniger Fleisch essen oder zwischen einer Vollkost und vegetarischer Ernährung wechseln. Das sind dann die sogenannten Flexitarier. Vegan zu leben ist nicht für alle Menschen geeignet, jeder soll essen, was ihm schmeckt, was gut für ihn ist und was er für richtig hält. Wir dürfen uns nicht gegenseitig verurteilen.

Wir würden sehr gern mit Euch in eine Diskussion gehen. Es würde uns freuen, wenn Ihr den Beitrag mit Euren Gedanken zu diesem Thema bereichert. Für welche Ernährungsform habt Ihr Euch entschieden? Wie seht Ihr diese Entwicklung?
Wir freuen uns über jeden Kommentar.

Liebe Grüße von 
Eurer Karo