Mittwoch, 6. April 2016

MACH ES!!! DINGE IN ANGRIFF NEHMEN …

Du läufst jeden Tag am Garten deines Nachbarn vorbei und schaust sehnsüchtig auf sein Blumenbeet. Wie gern hättest du auch solch eine Pracht vor deinem Haus. In deiner Wohnung fühlst du dich schon lange nicht mehr wohl, neidische Blicke streifen durch das Haus deiner Freundin, wenn du sie besuchst. Was hat sie für einen tollen Geschmack, warum kann es nicht bei dir auch so aussehen? Jedes Mal wenn du ein glückliches Herrchen mit seinem Hund im Park spielen siehst, wird es dir ganz warm ums Herz. Du liebst Hunde …

Wir alle kennen solche Momente, in denen wir andere Menschen beneiden. Wobei es nicht immer Neid sein muss, es kann auch einfach dieses: „Ach hat der es gut, das hätte ich auch gern“ sein. Trotzdem kommen wir in manchen solcher Situationen nicht auf Idee, mal über die Erfüllung dieses Wunsches nachzudenken, sondern verharren weiter in unserer Sehnsucht. Wir sind so mit der Bewunderung dieser Menschen beschäftigt, dass wir gar nicht auf den Gedanken kommen, mal darüber nachzudenken, ob dies für uns nicht auch möglich wäre.

Wenn du jeden Tag an dem Blumenbeet deines Nachbarn vorbeigehst und du selbst etwas Platz für ein paar Blümchen hast, dann setzte einen Gärtnerei - oder Baumarktbesuch auf deine To-do-Liste. Wenn du dich im Frühling gern an ein paar Tulpen, Narzissen und Krokussen erfreuen möchtest, dann besorge dir im Herbst die Zwiebeln dazu.

Wünsche und Sehnsüchte sind Hinweise unserer Seele für etwas, was wir brauchen. Klar, ob man ein neues Smartphone wirklich für das psychische Wohlbefinden braucht, ist eine andere Frage. Aber wenn man sich immer jeden Wunsch verkneift, entsteht auf längere Sicht Unzufriedenheit.

Es gibt aber auch Wünsche, die man sich nicht einfach mal so erfüllen kann. Entweder sprengt es den finanziellen Rahmen oder die Lebensumstände lassen es nicht zu. Ich will auch auf keinen Fall postulieren, dass man sich jeden aufkeimenden Wunsch sofort hingeben muss, um glücklich zu sein. Aber bevor man jahrelang den älteren Heeren mit seinem Hund sehnsüchtig hinterher blickt, warum dann nicht mal recherchieren, was die Anschaffung eines eigenen Hundes bedeuten würde?


Keine Frage, dass will gut überlegt sein, aber nicht in allen Fällen ist es unmöglich und muss für immer ein Traum bleiben. Kommst du zu dem Entschluss, dass ein eigener Hund keine Option für dich ist, verfalle nicht in Lethargie, sondern suche dir eine Alternative. So gut wie jedes Tierheim freut sich über Freiwillige, die Hunde ausführen. Es gibt die Möglichkeit mit den Nachbarshunden spazieren zu gehen, eventuell sogar gegen einen kleinen Obolus. War das fehlende Geld das Problem, kann dies sogar die Lösung sein.

Manchmal muss man Dinge eben einfach tun. Es ist vollkommen richtig, über die Veränderungen nachzudenken, pro und kontra abzuwägen und sich einen Plan zu machen. Aber man kann die Dinge eben auch zerdenken. Ich finde, es ist hin und wieder ein befreiendes Gefühl, einfach mal etwas in Angriff zu nehmen, ohne ewig darüber nachzudenken. Der erste Schritt ist immer der Schwerste, dann hat man Blut geleckt und das große Ziel vor Augen.


Der Frühling ist die Zeit, in dem die Natur wieder zum Leben erwacht und die Menschen aktiv werden. Der perfekte Zeitpunkt also, um liegen gebliebene Sachen in Angriff zu nehmen. Pessimismus zahlt sich im Leben meist nicht aus. Zu lange warten, macht die Dinge manchmal nur komplizierter.

In diesem Sinne, viel Erfolg beim Umsetzten Eurer Wünsche!
Eure Miri