Mittwoch, 30. November 2016

LESEN IM ADVENT | GIRL ON THE TRAIN | PAULA HAWKINS | REZENSION

Ein gutes Buch gehört für uns neben Weihnachtsmarkt, Glühwein und Plätzchen backen auch zur Vorweihnachtszeit. Wir machen es uns dann drinnen gemütlich, eine schöne Duftkerze, eine Tasse Tee und dazu etwas Spannendes zu lesen. Da kann es draußen noch so ungemütlich sein, das stört uns recht wenig. Deswegen möchten wir euch wieder ein Buch vorstellen. Es handelt sich um den aktuellen Thriller Girl on the Train von Paula Hawkins. 
Wir wünschen euch viel Spaß dabei …

Allgemeine Informationen
Titel: Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
Autorin: Paula Hawkins
Genre: Thriller, Psychothriller
Erscheinungsjahr: 2015 (Originalausgabe)   
Verlag: blanvalet
Seiten: 445
Version: Taschenbuch, Kindle Edition
ISBN: 978-3-7645-0522-6

Protagonisten
Rachel (Hauptfigur, wohnt mit ihrer Freundin in einer WG, arbeitslos, Exfreundin von Tom)
Cathy (Mitbewohnerin von Rachel)
Megan (wohnt mit Ehemann Scott in einem Haus an den Gleisen) 
Scott (wohnt mit Ehefrau Megan in einem Haus an den Gleisen)
Tom (Exfreund von Rachel, Partner von Anna, Vater von der kleinen Evie)
Anna  (Partnerin von Tom, Mutter von der kleinen Evie)
Kamal (Psychotherapeut)
und weitere …

Thema des Buches
Das Buch handelt von verschiedenen Wegen aus der Einsamkeit und Isolation. Nicht immer werden dabei die Distanzräume der Mitmenschen gewahrt, sodass es zu Grenzüberschreitungen und verhängnisvollen Ausgängen kommen kann …

Inhalt des Buches
Einsamkeit und Unzufriedenheit können einen Menschen tief aus dem Konzept bringen. So wie Rachel, der nach der Trennung von ihrem Freund das Leben zu entgleiten scheint. Sie triftet immer mehr in die Isolation ab und ist dem Alkohol sehr zugeneigt. Jeden Morgen um die gleiche Zeit fährt sie mit dem Zug zur Arbeit, wie es tausende Menschen tun. Nur hat Rachel gar keinen Job mehr, sie ist arbeitslos. Außerdem beobachtet sie Menschen, ein junges Paar, welches an den Gleisen wohnt. Sie fantasiert sich deren Leben zusammen, gibt ihnen Namen und malt sich ihre Beziehung aus. Bis sie eines Tages eine verhängnisvolle Entdeckung macht und sich damit in große Gefahr begibt. 

Rezension
Das Buch ist in Personenkapitel unterteilt. Es gibt die Kapitel Rachel, Megan und Anna, die immer mit Datum versehen sind. Dadurch ist das Buch gut strukturiert. Dies ist auch notwendig, denn aufgrund der vielen Zeitsprünge wäre es sonst unmöglich, dem Handlungsverlauf zu folgen. Am Anfang war es etwas verwirrend mit den drei Frauen, es hat etwas gedauert sich in ihre Geschichte und ihren Charakter einzufinden. Ich hatte immer das Gefühl, gerade die eine Person kennen gelernt zu haben, da ging es schon zur nächsten. Ihr wisst sicher, was ich meine … Aber ich bin recht schnell reingekommen und das Umswitchen hat mir nichts mehr ausgemacht.

Paula Hawkins versteht es die Emotionen der Figuren sehr eindringlich zu beschreiben, ich habe von jedem der Protagonisten ein sehr klares Bild vor mir. Manchmal wirkten diese Szenen, in denen es um die Gefühlswelten ging, etwas lang gezogen, aber es war auch notwendig, um sich vor allem mit Rachel anzufreunden. Ich stelle mal die These auf, dass man sie sonst nur sehr schwer verstehen kann.

Insgesamt finde ich Girl on the Train sehr spannend geschrieben, das Buch habe ich schnell durchgelesen und konnte es nur schwer wieder aus der Hand legen. Während der ganzen Geschichte hatte ich immer wieder verschiedene Tätertheorien im Kopf, die sich dann aber nach und nach erledigten. Man wird Stück für Stück an die Auflösung herangeführt, schließlich hatte ich dann die richtige Ahnung, aber das Ende ist keineswegs vorhersehbar, sondern recht überraschend und dramatisch. Also das Lesen hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Belohnung am Ende ist gut.

Ein Kritikpunkt ist der Klappentext, der etwas irreführend ist, wie ich finde. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich hier nicht so richtig drauf eingehen. Aber der letzte Satz: Und eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes … ist für mich nicht so richtig logisch. Damit wurden bei mir falsche Erwartungen geweckt. Diejenigen, die das Buch kennen, wissen vielleicht, was ich meine …    
Insgesamt hat mir die Geschichte aber richtig gut gefallen, sie ist ausgefallen und hat Tiefgang, ich würde sagen, sie hat mich echt überrascht. Mal ein Thriller der anderen Art, ich bin schon gespannt auf die Verfilmung dazu, die aktuell in den Kinos läuft.    

Liebe Grüße
Eure Karo

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Quelle: Hawkins, P.: Girl on the Train. Du kennst sie, aber sie kennt dich nicht. Blanvalet. 2015.