Dienstag, 22. Dezember 2015

Die Sache mit den Wünschen

Ein großes Thema in der Weihnachtszeit sind Wünsche. Bei Kindern stehen Spielzeug, Bücher und Filme ganz oben, während wir Erwachsenen uns meist etwas schwer tun.
Ich wünsche mir nichts, höre ich immer wieder. Warum haben denn Erwachsene keine Wünsche mehr?


Nüchtern betrachtet, weil sie Geld verdienen und sich ihre Wünsche selbst erfüllen können. Schade eigentlich, aber es hat auch etwas Gutes. Man fängt an sich Gedanken über den Menschen zu machen und überlegt, mit was man ihm eine Freude machen könnte. Das kann einem die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn treiben, aber es lohnt sich. Denn das Geschenk kommt dann von Herzen.




Das Wertvollste, was man schenken kann, findet man ohnehin nicht in den Schaufenstern ...

Wie wäre es, einfach mal Zeit zu verschenken? Bevor man aus Verzweiflung seinen Großeltern wieder eine Pralinenschachtel schenkt, warum nicht mal ein paar Stunden schenken, die man mit ihnen verbringt. Glaubt mir, die Freude ist riesengroß. Einen gemütlichen Bummel durch die Stadt oder eine Ausfahrt zu einem Ort, wo sie schon lange mal hinwollten, es aber alleine  nicht schaffen … 

Anstatt eine Weihnachtskarte in den Postkasten zu stecken, kann man doch persönlich vorbeigehen und vielleicht noch ein paar selbst gebackene Plätzchen mitbringen? Klar, nur, wenn die Entfernung es zulässt. Aber ich kenne Menschen, die schicken Postkarten, obwohl sie 10 Minuten auseinander wohnen. Natürlich ist auch eine Weihnachtskarte oder ein Brief eine nette Geste, das zeigt dem Menschen, dass Ihr an ihn denkt.


Auch Menschen, die weit weg wohnen, kann man mit einer Einladung oder einem Besuch im neuen Jahr eine Freude machen. Verschenkt doch einfach mal einen Tag mit Euch, einen Tag Eurer Zeit.
Meistens sind es die Ich wünsche mir nichts Menschen, die man damit am meisten berührt. Weil sie dies einfach nicht erwartet hätten, die Überraschung ist perfekt ...

Stellvertretend dafür ein Paket zu schicken, besucht jedes Jahr an Weihnachten einen anderen Verwandten oder Freund. Kennt Ihr jemanden in Eurem Umfeld, der allein ist und niemanden an den Festtagen um sich hat? Ladet ihn zu Euch ein, ich denke, dass ist wertvoller als jedes Parfüm oder Buch, was es gibt auf der Welt …

Ein Anruf kann auch ein Geschenk sein. Habt Ihr Euch lange bei einem Menschen nicht gemeldet? Dann ruft ihn doch mal an, er hätte bestimmt nicht damit gerechnet und die Freude ist groß.




Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten einen Menschen zu beschenken, manchmal reichen schon kleine, aber von Herzen kommende Gesten aus.
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine reich beschenkte Zeit.

Liebe Grüße von 
Eurer Tessa